Jeden Tag als Tag des Ehrenamtes begreifen

Über 50 engagierte Geraer bei Festveranstaltung gewürdigt. Silberner Simson für Heinrich-Dieter Hischer vom Stadtwaldbrückenverein
Heinrich-Dieter Hischer bekam den Silbernen Simson verliehen. 
Foto: Stadt Gera

Das Engagement und die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit von 57 Geraerinnen und Geraern wurde am Montag bei einer Festveranstaltung in der Showbühne Rieger anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes gewürdigt. Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) und das Team der Ehrenamtszentrale ehrten sie stellvertretend für die zahlreichen Menschen aus allen Lebensbereichen und Bevölkerungsschichten, die in Gera ehrenamtlich in Vereinen, Organisationen, Selbsthilfegruppen und Projekten aktiv sind.

„Kein Tag im Jahr ist in unserer Gesellschaft ohne das Ehrenamt denkbar“, erklärte Julian Vonarb. Ohne das Ehrenamt wäre die Gesellschaft und die Stadt um so vieles ärmer. „Deshalb ist es wichtig, jeden Tag des Jahres als Tag des Ehrenamtes zu begreifen.“ Ehrenamtlich Engagierte leisten Wertvolles, betonte er. Ihr Beitrag für unser Gemeinwesen könne nicht in Euro und Cent gemessen werden. Sie steckten Herzblut in ihr Engagement und sie investierten Unwiederbringliches: nämlich einen Teil ihrer Lebenszeit. „Die Stärke einer solidarischen Gemeinschaft wächst aus dem Einstehen ihrer Mitglieder untereinander. Die eigenen Bedürfnisse bewusst in freier Entscheidung zurückstehen zu lassen, auf den anderen zuzugehen, Verantwortung zu übernehmen, anderen zu helfen, das alles sind Facetten des Ehrenamtes.“

Als höchste Auszeichnung des Abends verlieh der Oberbürgermeister den Silbernen Simson der Stadt Gera an Heinrich-Dieter Hischer vom Förderverein Stadtwaldbrücken Gera. Seit den 1990-er Jahren engagiert sich der Vereinsvorsitzende ehrenamtlich und hat neben der Vereinsgründung 2008 bis heute sieben Stadtwaldtore initiiert.

33 Geehrte erhielten am Montagabend die Ehrenurkunden der Stadt Gera. Der Ehrenbrief des Geraer Sports ging an 14 Ehrenamtliche. Außerdem wurde ein Thüringer Ehrenamtszertifikat überreicht. Zudem erhielten zwei Gruppen die Teamurkunde der Stadt Gera. Darüber hinaus erhielten erhielten 23 verdiente Geraer die Thüringer Ehrenamtscard.

Als Dankeschön für den uneigennützigen Einsatz vieler Geraer in diesem Jahr erklärte sich das Kyiv Symphony Orchestra bereit, die Auszeichnungen musikalisch zu begleiten. Darüber hinaus wurde die Festveranstaltung durch die Musikschule Gera kulturell umrahmt.

Finanziell unterstützt wurde die diesjährige Festveranstaltung von der Thüringer Ehrenamtsstiftung. Auch lokale Partner wie die Gera Arcaden und die TAG Wohnen & Service GmbH beteiligten sich an der Auszeichnung der Ehrenamtlichen. So sei die Durchführung dieser Gala auch in diesem Jahr möglich gewesen, erklärt die Stadtverwaltung.

Reformationstag

Über die zahlreichenTeilnehmer am Reformationswandertag freute sich Konrad Nickschick, Leiter des städtischen Umweltamtes als Vertreter der Grünwerkstatt Gera. Gestartet wurde am Stadtwaldtor Ernsee. Die Tour führte durch einen Teil des Waldes, den viele Geraer noch nicht kennen. Die Wanderer erlebten den Naturlehrpfad West, der bis zum Frühjahr 2023 weiterqualifiziert werden soll. Zwölf Stationen seien auf dem Pfad geplant, die Auskunft geben Flora und Fauna im Wald zwischen Ernsee, Osterstein und Weißer Elster..

„Stadtwaldtor als Symbol für Gesundheitsförderung“ Offizielle Einweihung in Gera Lusan

Der Geraer Stadtwald empfängt ab sofort (28.04.2022) auch in Lusan seine Gäste mit einem Stadtwaldtor. Die massive Holzkonstruktion wurde heute anlässlich des Spatenstiches des Stadtteils Lusan vor 50 Jahren feierlich von Sandra Wanzar, Dezernentin für Jugend und Soziales, sowie Wolfgang Tiefensee, Thüringens Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, symbolisch an die Bürgerinnen und Bürger in der Dürrenebersdorfer Straße 75 übergeben.
„Wir feiern in diesem Jahr den 50. Geburtstag von Lusan – nicht nur unser größter, sondern auch ein sehr grüner und naturbelassener Stadtteil mit direktem Zugang zum Stadtwald“, so die Sozialdezernentin zum Jubiläum und führt weiter aus: „Da lag es auf der Hand, den Bewohnerinnen und Bewohnern ein einzigartiges Geschenk zu überreichen. Gleichzeitig unterstreichen wir damit die idealen Voraussetzungen des Waldes als gesundheitsförderlicher Ort“. Sie dankt dem ehrenamtlichen Engagement des Fördervereins Stadtwaldbrücken Gera e.V., dem Bildungszentrum Ostthüringen Gera (BZO des BiW-BAU), der Grünwerkstatt Gera, der Lusaner Kirchgemeinde, dem Lusaner Stadteilbüro und der OTEGAU GmbH, die maßgeblich an der Planung, dem Bau sowie der Installation des mittlerweile siebten Tores beteiligt waren.
Minister Wolfgang Tiefensee äußert sich dazu wie folgt: „Der Geraer Stadtwald ist flächenmäßig der größte Stadtwald in Mitteldeutschland und auch als Landschaftsschutzgebiet eingestuft, also wirklich etwas ganz Besonderes. Für die Geraer Bürgerinnen und Bürger, aber auch für Touristen ist dieser Wald als Naherholungsgebiet und Ausflugsziel wichtig. Mit ihrer Optik schaffen die sieben Stadtwald-Tore einen bewussten Zugang zu diesem Areal und tragen so der enormen Bedeutung des Waldes Rechnung.“
 
Die Einweihung wurde vom Amt für Gesundheit und Versorgung im Rahmen des Förderprogrammes „Gesund alt werden“ der Gesetzlichen Krankenversicherung zur kommunalen Gesundheitsförderung begleitet. „Gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Sozial- und Bildungseinrichtungen, Kirchgemeinden und Akteuren verschiedener Ämter der Stadtverwaltung können wir sichtbar machen, wie mehr Bewegungsförderung im Alltag gelingt und wie wir die Gegebenheiten vor Ort in unserem Wohn- und Lebensumfeld dafür nutzen können. Das Stadtwaldtor für den Stadtteil Lusan soll dafür als Symbol stehen“, begründet Sandra Wanzar ihr Selbstverständnis der Gesundheitsförderung insbesondere für die Gruppe der älteren Menschen. So fand im Vorfeld eine Sternwanderung aus fünf geführten Wanderungen statt, die alle am Eingang des Stadtwaldes endeten. Viele Wanderfreunde beteiligten sich an dieser Aktion. Eine Imbissstrecke vom Förderverein Stadtwaldbrücken sorgte für das leibliche Wohl.
 
Die bereits bestehenden sechs Stadtwaldtore befinden sich am Tierpark, am Fuchsturm, in Ernsee, am SRH-Wald-Klinikum, nahe der Waldgaststätte Kuckucksdiele und im Fuchsklamm.  
 
 
Fotos: © Stadt Gera
Bild 1: Feierliche Übergabe des 7. Stadtwaldtores durch Heinrich-Dieter Hischer (Vorstand Stadtwaldbrücken Gera e.V.), Suzanne Vöcking (Geschäftsführerin der OTEGAU), Dirk Franzisti-Scheibner (Leiter Bildungszentrum Ostthüringen Gera), Sandra Wanzar (Dezernentin für Jugend und Soziales) und Wolfgang Tiefensee (Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft), v.l.n.r.
Bild 2: Sandra Wanzar (Dezernentin für Jugend und Soziales) und Wolfgang Tiefensee (Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft) enthüllen das 7. Stadtwaldtor in Gera Lusan. 
Bild 3: Sandra Wanzar, Dezernentin für Jugend und Soziales, bedankt sich im Namen der Stadt für das neue Stadtwaldtor. Areal und tragen so der enormen Bedeutung des Waldes Rechnung.“
Die Einweihung wurde vom Amt für Gesundheit und Versorgung im Rahmen des Förderprogrammes „Gesund alt werden“ der Gesetzlichen Krankenversicherung zur kommunalen Gesundheitsförderung begleitet.
Im Vorfeld fand eine Sternwanderung aus fünf geführten Wanderungen statt, die alle am Eingang des Stadtwaldes endeten. Viele Wanderfreunde beteiligten sich an dieser Aktion. Die bereits bestehenden sechs Stadtwaldtore befinden sich am Tierpark, am Fuchsturm, in Ernsee, am SRH-Wald-Klinikum, nahe der Waldgaststätte Kuckucksdiele und im Fuchsklamm.
Weitere Impressionen gibt es unter www.gera.de