„Lutherweg wird jetzt rund“

PM Lutherweg jetzt rund

Neuer Geraer Lutherweg-Bogen soll Geras Wanderattraktivität erhöhen und am Reformationstag freigegeben werden

Wanderer und Pilger haben die neuen Schilder schon entdeckt: rote große „L“ auf weißem Grund im Gebiet zwischen Collis und Zwötzen. Die Ls´ lehnen sich grafisch bewusst an das Zeichen des „Lutherweg-L“ an,  denn sie markieren den neuen Geraer „Lutherweg-Bogen“. Dieser dockt an zwei Stellen am bisher geradlinigen Geraer Lutherweg an und ermöglicht eine ca. 17 km lange Rundwanderung durch und um die Stadt herum. Ein Einstieg vom Lutherweg in den Bogen befindet sich in der Ortsmitte in Collis an der Lutherweg-Tafel, nahe der Bushaltestelle. Von hier führt der Bogen über den Buga-Radweg, das sogenannte „Erdbeerstadion“, den Lasurweg und Leichenbach bis nach Liebschwitz in die Straße der Völkerfreundschaft. Dann mündet er an der Straßenbahnwendeschleife in Zwötzen wieder in den Lutherweg. Wegen der schützenswerten und seltenen Natur im Lutherweg-Bogen verzichteten die Planer weitgehend auf das Anlegen neuer Wege. Sie nutzten vorwiegend den vorhandenen Naturlehrpfad Süd und den Gessental-Radweg für den Bogen-Verlauf. Am Reformationstag, dem 31. Oktober, soll der 3,7 km lange Lutherweg-Bogen freigegeben werden.

Die Idee für diese „runde Sache“ stammt aus der Geraer Grünwerkstatt „Stadtwald erleben“. Diese legte bereits den 20 km langen Lutherweg-Abschnitt durch Gera an sowie die 12 Lutherweg-Infotafeln, das Reformationskreuz im Stadtwald und vieles mehr. Die Initiative zum Lutherweg-Bogen trieb besonders Werkstattmitglied Enrico Vogel voran. Den Wegeverlauf entwickelte der für Wanderwege zuständige städtische Fachdienstleiter Umwelt, Konrad Nickschick, zusammen mit Sascha Neudert, der als Projektleiter der OTEGAU mit einem Team den Lutherweg-Bogen markiert und sanierungswürdige Teile instand setzt. Auch Matthias Mittenzwey, Fachdienstleiter Stadtgrün der Stadt Gera, unterstützte die Markierungsarbeiten.

„Der Geraer Lutherweg-Abschnitt wird jetzt rund. Das erhöht Geras Attraktivität, denn Rundwanderwege sind beliebt. Ich danke der Grünwerkstatt sehr für diese neue Initiative“, so Claudia Baumgartner, Dezernentin für Bau und Umwelt der Stadt Gera.

Konrad Nickschick lässt zur Vorstellung des Lutherweg-Bogens seine Begeisterung spüren: „Dieser Bogen ergänzt den vorhandenen Lutherweg-Abschnitt um neue landschaftliche Reize. Seltene Orchideen, Streuobstwiesen, schöne Mischwälder und herrliche Aussichten bekommt der Wanderer hier zu sehen. Ein neuer Abschnitt – für wieder neuartige Eindrücke von Gera.“

Bis zur Wegefreigabe am Reformationstag umtreibt die Grünwerkstatt noch ein anderes Thema: Für die Sanierung des Bismarcksteins am Lutherweg im Stadtwald werden noch Spenden benötigt. Mit diesen soll unter anderem eine Informationstafel zu Bismarck hergestellt werden, die von Schülerinnen und Schülern des Geraer Karl-Theodor-Liebe-Gymnasiums entworfen wurde. Heinrich-Dieter Hischer, Vorsitzender des Fördervereins Geraer Stadtwaldbrücken, bittet weiter um Spenden aus der Bevölkerung auf das Konto: DE36 8308 0000 0580 6859 00 mit Verwendungszweck: „Bismarckstein“. Gern erhalten die Spender eine Spendenbescheinigung. Hierfür melden sich Spender mit Name und Adresse bitte per E-Mail bei: h-d@hischer.eu und für Nachfragen unter: 0365 36820. Spender werden – bei deren Einverständnis – auf der Infotafel am Bismarckstein benannt. „Es würde mich freuen, wenn wir zum Reformationstag nicht nur den Bogen für den Luther-Rund-Weg eröffnen, sondern auch die Infotafel bauen könnten“, so Hischer.

Mehr Informationen zum Lutherweg und eine Karte zum Wegeverlauf hält das Internet bereit unter: www.gera.de/lutherweg.

Die Mitglieder der Grünwerkstatt „Stadtwald erleben“ stellten am Dienstag (30.8.2016) die roten L und den Lutherweg-Bogen vor. Sie wanderten den Bogen, um Nachbesserungen zu ermitteln. Unter anderem dabei (v.l.): Konrad Nickschick mit Tochter Hanna und Enrico Vogel; vorn: Matthias Mittenzwey mit dem Wegeverlauf und Sascha Neudert mit dem roten „L“. (Foto: Stadt Gera/Catrin Heinrich)

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