OTZ am 16.08.2025

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Es war die Premiere und sie waren die Allerersten. Am Donnerstagnachmittag, 14. August, sehen die Gäste des Begegnungszentrums Eichenhof in Gera-Lusan als Erste, wie die künftige, neue Brücke in Gera aussehen soll. Denn das Modell im Maßstab 1:50 ist fertig.

Repräsentativ steht es in einer nachgebildeten Landschaft, gesichert unter einem Glaskasten. Mitarbeiter und Teilnehmer der Otegau haben es nach den Plänen von Torsten Dähn gebaut. Torsten Dähn ist Inhaber des Unternehmens „DÄHN – Ingenieure“ mit Sitz in Gera und er ist Mitglied im Verein Stadtwaldbrücken Gera. In seiner Freizeit habe Dähn ehrenamtlich die Brücke konzipiert, geplant und notwendige Unterlagen erstellt. So berichtet Heinrich-Dieter Hischer, der Vorsitzende des Vereins Stadtwaldbrücken, in seinem Vortrag im Eichenhof.

Er antwortet damit auf die Frage, was bisher schon an Geld in das Projekt geflossen ist. Aufmerksam lauschen die gut ein Dutzend Besucher den Ausführungen von Hischer. Er berichtet über den Verein, bisherige Projekte und die Marienbrücke, an der der Verein, der sich im August 2009 gegründet hat, schon seit dem Jahr 2011 arbeitet.

Der Verein Stadtwaldbrücken hat sich das Ziel gesetzt, dass er die neu errichtete Marienbrücke zum Reformationstag 2026 freigibt. Die Brücke soll den historischen Wanderweg vom Fuchsturm zum Schloss Osterstein über den Ludergraben wieder komplett machen. Der Vorgängerbau war im Winter 1947 verheizt worden.

Die aktuelle Brückenplanung sei bereits die dritte Variante. Die erste, so Hischer, war eine Hängebrücke, die zweite eine etwa 40 Meter lange Brücke auf sieben Stützpfeilern. Doch als feststand, dass es für dieses Projekt wohl keinerlei Fördermittel geben wird, musste auch die zweite Variante aus Kostengründen neu gedacht werden.

Hischer berichtet, dass der Verein unter anderem den Kontakt zur Bundeswehr suchte, genauer gesagt zum Panzerpionierbataillon 701. Dort habe man sich nicht abgeneigt gezeigt. Man könne in begrenztem Maße je nach Gewichtslage unterstützen, berichtet der Vereinsvorsitzende. Also brauchte es eine Variante, die kleiner als die zweite ist.

Die jetzt angedachte Brücke misst eine Länge von 31 Metern und steht auf nur noch vier Stützen. Die noch immer im Stadtwald vorhandenen Fundamente sollen ertüchtigt werden. Für die Holzbrücke soll Robinienholz verwendet werden. Es sei sehr resistent und käme von einer Plantage in Ungarn. Für die Stützpfeiler brauche es zehn und fünf Meter lange Stämme mit einem Durchmesser von mindestens 20 Zentimetern.

Die Brücke soll überdacht werden, denn so sagt Hischer: „Eine ordentliche Holzbrücke hat immer ein Dach.“ Für die Träger als auch die künftige Lauffläche hat der Verein mit glasfaserverstärktem Kunststoff geplant. Es sei leichter handhabbar und pflegeleichter. Für alle Verbindungen soll Edelstahl zum Einsatz kommen. Aktuell rechnet der Verein mit Materialkosten in Höhe von 80.000 Euro. Das Holz kostet rund 35.000 Euro, für die Edelstahlverbindungen rechnet der Verein mit Kosten von etwa 4500 bis 5000 Euro. Insgesamt habe das Werk einen Wert von 250.000 Euro.

Dieses Geld gilt es nun zu sammeln. Für die Spender gibt es als Dank Robinienscheiben. In der Gera Information liegen diese bereits. Auf verschiedenen Veranstaltungen wird sich der Verein mit seinem Projekt in der nahen Zukunft präsentieren und Spenden sammeln – so zum Beispiel am 13. September zum Tierpark- und Dahlienfest am Tierpark-Eingang im Martinsgrund oder am Tag des offenen Denkmals am 14. September.

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Quelle: OTZ

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