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Neues Stadtwaldtor wurde errichtet

Gera Das fünfte Stadtwaldtor wurde am Dienstag von Heinrich-Dieter Hischer (links) und Hans-Joachim Witt vom Förderverein Geraer Stadtwaldbrücken mit Unterstützung von Tino Romisch (Mitte) von der Firma Heinrich Wassermann unweit der Kuckucksdiele aufgestellt. Nach den Toren „Am Tierpark“, „Zum Fuchsturm“, „Ernsee“ und „Wald-Klinikum“ lädt nun das Tor „Torstenson-Eiche“ zum Waldspaziergang in Gera ein. Wie immer haben Zimmermannslehrlinge des Bildungszentrums Ostthüringen die Eichenbalken zugerichtet.

Vortrag bei „Verein trifft Verein“

Musikschule traf auf Stadtwaldbrücken

Gera. Zu einer kleinen, feinen Veranstaltung hatte am Mittwochabend der Förderverein der Musikschule „Heinrich Schütz“ Gera in die Villa am Biermannplatz eingeladen. Unter dem Motto „Verein trifft Verein“ präsentierte der Förderverein Stadtwaldbrücken, welcher seit 2009 besteht, seine Projekte. Nicht schlecht staunten die Zuhörer, als dessen Vereinsvorsitzender Heinrich-Dieter Hischer fast vergessene Kleinode des Stadtwaldes in den Focus rückte. So waren Bilder der fast 40 Meter langen Marienbrücke zu sehen, die der Verein wiederentdeckt hat und nun gern neu aufbauen möchte. Der Verein Stadtwaldbrücken kann aber auch auf viele abgeschlossene Vorhaben zurückblicken. So ist es ihm unter anderem zu verdanken, dass die Waldhausbrücke saniert werden konnte. Einen Schwerpunkt des interessanten Vortrages nahmen die Ausführungen des Vereinsvorsitzenden zur Ertüchtigung und Verlauf des Lutherweges ein.

Passend zur Zeit Luthers wurde das Publikum von Marion Franke (Blockflöte) und Dagmar Kochendörfer (Cembalo) – beide Lehrerinnen der Musikschule und dortige Vereinsmitglieder – in Kostümen in die Zeit Luthers entführt. Der Förderverein der Musikschule „Heinrich Schütz“ Gera möchte die Reihe fortführen. Interessierte Vereine können sich melden.

Für den Stadtwald in den Buchkeller

 

Freier Eintritt zu Benefiz-Lesung mit Otti Planerer in Brendel‘s Buchhandlung

„Der Eiserne Kanzler privat“ nennt Otti Planerer ihre Benefiz-Lesung am Donnerstag, dem 9. Februar. Im Buchkeller von Brendel’s Buchhandlung, Große Kirchstraße 12, liest die Schauspielerin ab 16 Uhr Berichte, Briefe und Anekdoten von und über Otto von Bismarck (1815 – 1898). Sie zeichnet ein privates Bild des ambivalenten als „Eisernen Kanzler“ in die Geschichte eingegangenen einstigen Staatsmanns. Otti Planerer lädt herzlich dazu ein, weil sie die Sanierung des Geraer Bismarcksteins und weitere Verschönerungen im Stadtwald unterstützen möchte. Deshalb wird am Ende der Lesung um freiwillige Spenden gebeten, es wird kein Eintritt erhoben. Dies ermöglicht auch Rosemarie Züge-Gutsche. Die Inhaberin der Buchhandlung stellt ihren Buchkeller für diese Veranstaltung kostenfrei zur Verfügung. „Ich freue mich über jede neue Idee, die für Gera Gutes bewirkt. Durch die Verbindung der Veranstaltung mit Literatur unterstütze ich sie auch gern“, so Rosemarie Züge-Gutsche.

Für Verschönerungen im Stadtwald und die aktuell laufende Sanierung des Bismarcksteins engagierten sich bereits zahlreiche Spender. Rund 3.300 Euro spendeten Privatpersonen ebenso wie Unternehmen, unter anderem die Deutsche Bank Filiale Gera, die Sparkasse Gera-Greiz, die Volksbank eG Gera ● Jena ● Rudolstadt und GMG Guss Tec Gera. Das Projekt unterstützen außerdem die Schüler der 12. Klasse des Geschichtskurses mit erweitertem Anforderungsprofil am Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium. Gefördert durch Lehrer und Fachschaftsleiter Geschichte Bernd Böhme gestalteten sie die Inhalte für eine Infotafel. Voraussichtlich am 1. April übergeben alle gemeinsam den Stein mit Infotafel der Öffentlichkeit – Bismarcks Geburtstag war der 1. April 1815.

Der Bismarckstein im Stadtwald, etwa auf der Höhe der Kuckucksdiele, wurde ca. 1880 vom Geraer Verschönerungsverein gebaut. Jetzt saniert ihn die „Grünwerkstatt Stadtwald erleben“. Dieser gehören der Förderverein Geraer Stadtwaldbrücken e.V., der Ökumenische Kirchbauverein e.V., die OTEGAU, die Stadt Gera und Privatpersonen an. Sie legten bereits den Lutherweg an, bauten im Stadtwald das Reformationskreuz, stellten am Lutherweg Infotafeln auf. Mit dem Bismarckstein stemmen sie ein weiteres Projekt, das einerseits den Stadtwald attraktiver und andererseits die Auseinandersetzung mit Geschichte befördern soll. Am Lesungsabend steht passend zu Geschichte und Bismarck eine themengerechte Buchauswahl zur Verfügung.

Heinrich-Dieter Hischer als Vorsitzender des Fördervereins Geraer Stadtwaldbrücken e.V. und Claudia Baumgartner, Dezernentin für Bau und Umwelt der Stadt Gera, dankten Otti Planerer und Rosemarie Züge-Gutsche für ihre Initiative und laden gemeinsam mit ihnen herzlich zur Lesung ein. Und sie stellen in Aussicht: „Wir nehmen bei den Stadtwald-Aktivitäten ein sehr großes Interesse in der Bevölkerung wahr, sich hier mit einzubringen. Künftig wollen wir Verschönerungen der Stadtwald-Eingänge angehen.“

Für die Lesung wird bis 9. Februar um 12 Uhr eine Anmeldung erbeten in Brendel’s Buchhandlung unter Tel.: 0365 23401 oder über die E-Mail-Adresse:  brendels.buchhandlung@gmx.de. Und wer sich in der „Grünwerkstatt“ mit engagieren möchte, kann sich gern mit Heinrich-Dieter Hischer in Verbindung setzen, Tel. 0365 36820. Mehr Infos zu Stadtwald-Aktivitäten auch unter www.gera.de/Stadtwald.

Bildunterschrift zum Foto „Buchlesung für Stadtwald“: 

Zur Lesung zugunsten weiterer Stadtwaldverschönerungen laden im und in den Buchkeller der Buchhandlung ein (v.l.): Claudia Baumgartner, Rosemarie Züge-Gutsche, Otti Planerer und Heinrich-Dieter Hischer. (Foto: Stadt Gera/C. Heinrich)