Liebe-Denkmal im Fokus

Förderverein Stadtwaldbrücken Gera arbeitet an mehreren Projekten – 8. Stadtwaldtor geplant

Das Karl-Theodor-Liebe-Denkmal am Geraer Lutherweg soll aufgewertet und mit einer neuen Gedenktafel versehen werden. Dies ist eines der Projekte, die sich der Förderverein Stadtwaldbrücken Gera in diesem Jahr vorgenommen hat. „Wir nehmen die Treppenanlage mit den zehn Stufen sowie die Zuwege in den Fokus. Für einen sicheren, problemlosen Zugang wird alles gereinigt und wo nötig, repariert“, erklärte Vereinsvorsitzender Heinrich-Dieter Hischer.

Für die Verschönerung des Denkmals zu Ehren von Liebe arbeitet der Verein wieder mit zahlreichen Partnern wie beispielsweise der Grünwerkstatt „Stadtwald erleben“ zusammen. Auch zum gleichnamigen Gymnasium der Stadt hat er schon Kontakt aufgenommen und einen Arbeitseinsatz im Rahmen eines Schülerfreiwilligentages im Juni angeregt. „Die Schüler des Gymnasiums sollen hier mit eingebunden werden“, so Hischer. Zugleich habe das Geraer Naturkundemuseum signalisiert, das Projekt fachlich und archivarisch zu unterstützen, berichtete zudem Konrad Nickschick, Leiter des Geraer Umweltamtes.

Am Weg unterhalb des Denkmals will der Stadtwaldbrücken-Verein zudem eine Informationstafel aufstellen. Sie soll im August der Öffentlichkeit übergeben werden.

Als zweites Projekt in diesem Jahr bringt der Verein zusammen mit Partnern eine aktualisierte Wanderkarte heraus. Darin sind jüngste Entwicklungen wie beispielsweise der Rückbau des historischen Naturlehrpfades West und die in Ernsee frisch angelegten Rundwanderwege berücksichtigt. Der vor Kurzem entstandene digitale Fledermauslehrpfad finde gleichfalls Eingang, sagte Konrad Nickschick. Auf 12 Wanderweg-Tafeln werden die Informationen einsehbar sein, zusätzlich sind rund 500 Flyer in Arbeit. Der Förderverein will die große Gedenktafel am Bismarckstein erneuern. Ein großer Baum sei auf die Tafel gefallen und habe sie zerstört, berichtete Heinrich Dieter-Hischer. Auch soll in diesem Jahr das 8. Stadtwaldtor „Am Waldhaus“ folgen. Für die Finanzierung der Projekte, insbesondere des neuen Tores, sucht der Verein noch Sponsoren und Spender. Insgesamt seien etwa 7000 Euro nötig, wobei ein Wert von 22.000 Euro entstehen würde, bittet Heinrich-Dieter Hischer um Unterstützung. Lottomittel in Höhe von 4000 Euro seien bereits bewilligt und solide Grundlage.

Quelle: OTZ

Jeden Tag als Tag des Ehrenamtes begreifen

Über 50 engagierte Geraer bei Festveranstaltung gewürdigt. Silberner Simson für Heinrich-Dieter Hischer vom Stadtwaldbrückenverein
Heinrich-Dieter Hischer bekam den Silbernen Simson verliehen. 
Foto: Stadt Gera

Das Engagement und die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit von 57 Geraerinnen und Geraern wurde am Montag bei einer Festveranstaltung in der Showbühne Rieger anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes gewürdigt. Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) und das Team der Ehrenamtszentrale ehrten sie stellvertretend für die zahlreichen Menschen aus allen Lebensbereichen und Bevölkerungsschichten, die in Gera ehrenamtlich in Vereinen, Organisationen, Selbsthilfegruppen und Projekten aktiv sind.

„Kein Tag im Jahr ist in unserer Gesellschaft ohne das Ehrenamt denkbar“, erklärte Julian Vonarb. Ohne das Ehrenamt wäre die Gesellschaft und die Stadt um so vieles ärmer. „Deshalb ist es wichtig, jeden Tag des Jahres als Tag des Ehrenamtes zu begreifen.“ Ehrenamtlich Engagierte leisten Wertvolles, betonte er. Ihr Beitrag für unser Gemeinwesen könne nicht in Euro und Cent gemessen werden. Sie steckten Herzblut in ihr Engagement und sie investierten Unwiederbringliches: nämlich einen Teil ihrer Lebenszeit. „Die Stärke einer solidarischen Gemeinschaft wächst aus dem Einstehen ihrer Mitglieder untereinander. Die eigenen Bedürfnisse bewusst in freier Entscheidung zurückstehen zu lassen, auf den anderen zuzugehen, Verantwortung zu übernehmen, anderen zu helfen, das alles sind Facetten des Ehrenamtes.“

Als höchste Auszeichnung des Abends verlieh der Oberbürgermeister den Silbernen Simson der Stadt Gera an Heinrich-Dieter Hischer vom Förderverein Stadtwaldbrücken Gera. Seit den 1990-er Jahren engagiert sich der Vereinsvorsitzende ehrenamtlich und hat neben der Vereinsgründung 2008 bis heute sieben Stadtwaldtore initiiert.

33 Geehrte erhielten am Montagabend die Ehrenurkunden der Stadt Gera. Der Ehrenbrief des Geraer Sports ging an 14 Ehrenamtliche. Außerdem wurde ein Thüringer Ehrenamtszertifikat überreicht. Zudem erhielten zwei Gruppen die Teamurkunde der Stadt Gera. Darüber hinaus erhielten erhielten 23 verdiente Geraer die Thüringer Ehrenamtscard.

Als Dankeschön für den uneigennützigen Einsatz vieler Geraer in diesem Jahr erklärte sich das Kyiv Symphony Orchestra bereit, die Auszeichnungen musikalisch zu begleiten. Darüber hinaus wurde die Festveranstaltung durch die Musikschule Gera kulturell umrahmt.

Finanziell unterstützt wurde die diesjährige Festveranstaltung von der Thüringer Ehrenamtsstiftung. Auch lokale Partner wie die Gera Arcaden und die TAG Wohnen & Service GmbH beteiligten sich an der Auszeichnung der Ehrenamtlichen. So sei die Durchführung dieser Gala auch in diesem Jahr möglich gewesen, erklärt die Stadtverwaltung.

Reformationstag

Über die zahlreichenTeilnehmer am Reformationswandertag freute sich Konrad Nickschick, Leiter des städtischen Umweltamtes als Vertreter der Grünwerkstatt Gera. Gestartet wurde am Stadtwaldtor Ernsee. Die Tour führte durch einen Teil des Waldes, den viele Geraer noch nicht kennen. Die Wanderer erlebten den Naturlehrpfad West, der bis zum Frühjahr 2023 weiterqualifiziert werden soll. Zwölf Stationen seien auf dem Pfad geplant, die Auskunft geben Flora und Fauna im Wald zwischen Ernsee, Osterstein und Weißer Elster..